Korrektur der Nasenscheidewand
Bei manchen Menschen steht die Nasenscheidewand schief. Dies kann erblich bedingt sein, kann aber auch durch einen äußeren Einfluss wie zum Beispiel einen Nasenbeinbruch hervorgerufen werden. Steht die Nasenscheidewand nicht gerade, spricht man von einer Nasenscheidewandverkrümmung (Septumdeviation). Häufig wird dann zu einer Operation der Nasenscheidewand geraten.
Was ist die Nasenscheidewand?
Die Nasescheidewand ist eine Trennwand in der Mitte der Nase. Sie besteht aus Knorpel und Knochen. Im vorderen Teil der Nasenscheidewand befindet sich ein Blutgefäßgeflecht. Diese so genannte Mittellinie begrenzt die beiden Nasenhöhlen, durch die bei der Atmung Luft strömt.
Welche Ursachen gibt es für die Schiefstellung?
Durch eine Nasenbeinfraktur kann sich ein Septumhämatom bilden. Ausserdem kann der knorpelige Anteil der Nasenscheidewand aus der knöchernen Führungsrinne der Nase herausgleiten. Diese Verlagerung oder Verformung wird als Nasenscheidewandverkrümmung (Septumdeviation) bezeichnet.
Welche Auswirkungen hat die Nasenscheidewandverkrümmung?
Eine Verkrümmung oder Verdickung der Nasenscheidewand kann vorallemn bei Erwachsenen zu einer Einschränkung oder Behinderung der Nasenatmung führen. Dies kann auch Schnarchen hervorrufen oder verstärken. Zusätzlich kann noch eine Schwellung der Nasenmuscheln den Luftstrom beeinträchtigen. Manche Menschen bekommen ausserdem Druck auf den Ohren, da der Druckausgleich durch die Nase nicht mehr gegeben ist. Andere wiederrum bemerken die Verkrümmung durch vermehrtes Nasenbluten oder Schnupfen.
Wie viele Menschen leiden unter einer Nasenscheidewandverkrümmung?
In der Bevölkerung leiden etwa 80 % an einer Verkrümmung der Nasenscheidewand. Eine leichte Verformung oder Versetzung kann aber noch als normal angesehen werden und muss nicht immer operativ behoben werden, da sie die Atmung meist nicht beeinträchtigt.
Wie wird eine Operation an der Nasenscheidewand durchgeführt?
Eine operative Begradigung der Nasenscheidewand ist heutzutage ein unkomplzierter und schneller Eingriff. Jedoch ist diese Operation trotzdem unbeliebt und nicht gerade angenehm.
Oft schließt die Begradigung der Nasenscheidewand eine Korrektur der äußeren Nasenform ein. Stationär oder ambulant, je nach Schweregrad der Nasenscheidewandverkrümmung, wird die Operation meist unter Vollnarkose durchgeführt. In einigen Fällen, in denen der Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO) zusätzlich zum Knorpelgewebe auch Knochengewebe verlegen muss, ist in der Regel eine stationäre erforderlich. Der Eingriff findet durch die Nasenlöcher statt, somit sind äußere Schnitte nicht notwendig.
Während der Operation wird zunächst die Nasenschleimhaut vom Septum abgetrennt. Die verkrümmten Teile werden eingeschnitten, gerade gerückt oder das Septum wird herausgelöst und begradigt wieder eingesetzt. Alle Schnitte werden vernäht und durch spezielle Kunstoffplättchen wird die begradigte Nasenscheidewand in Form gehalten. Die Blutung wird durch das Einsetzen von Tamponagen gestoppt. Inklusive Nachbehandlung muss mit einer Mindestzeit des Heilungsprozesses bei einer komplikationsfreien Operation mit etwa drei Wochen gerechnet werden. Die komplette Regeneration der Nasenscheidewand bis hin zur normalen Nasenatmung und Schleimhautfunktion kann es bis zu sechs Wochen andauern. Die Nachbehandlung findet durch regelmäßige Nasenspülungen, Nasensalbung und Kontrollen durch den HNO-Arzt statt.